Es gibt Millionen Bilder… wozu eigentlich?

Mykonos @Lieblingsflecken

Klick klick, und wieder ein Foto mehr geschossen. Mit dem Smartphone geht das ja so einfach. Das Resultat sind Millionen von Bildern, die jeder von uns auf seinen technischen Geräten mit sich herumträgt. Die wenigsten davon sind wirklich gut, doch weil wir nie die Zeit haben, sie zu sichten und die Schlechten zu löschen, bleiben sie alle erhalten.

Die meisten wabern ewig auf unseren Smartphones herum, mal wird eins verschickt an die Welt, per Soical Media Kanal der Wahl, weil die Welt so dringend Bilder braucht. Die meisten versinken im Datenmeer. Schade, oder? Ich habe einen Vorsatz für 2016: weniger Bilder machen, dafür Gute und vor allem: etwas mit ihnen anstellen, das bleibt. Etwas zum Anfassen, aufschlagen, anschauen.

Jahresrückblick – ganz persönlich

Jedes Jahr zu Weihnachten bekomme ich von meiner lieben Freundin einen echten, selbst gemachten Kalender (keinen digitalen) mit aufgeklebten Bildern ihrer Familie und ihrem nunmehr beinah dreijährigen Sohn, dessen Patentante ich sein darf. Wir wohnen leider nicht in einer Stadt und die Besuche sind, da fasse ich mir selbst an die Nase, alles andere als häufig. Jedes Jahr wieder freue ich mich darum über die Impressionen aus diesem besonderen Lebensjahr von Oscar. Ich verfolge Monat für Monat, wie er Kekse backt, auf Mini-Skieern im tiefen Schnee vermutlich im nächsten Moment angstfrei die Piste hinuntersaust, ich sehe ihn fröhlich im Garten spielen oder Sandburgen bauen. Manchmal ist auch der Rest seiner Familie zu sehen, darüber freue ich mich auch. Und ich frage mich: warum machen wir eigentlich nicht wieder viel mehr mit unseren Bildern? Möglichkeiten gibt es ohne Ende, Plattformen wie www.viaprinto.de nehmen einem sogar die ganze Arbeit ab: Kalender in verschiedensten Formen, Bücher mit und ohne Hardcover – man sendet einfach nur die Bilder hin und dann geschieht alles wie von selbst.

Fotoalbum – was war das noch mal?

Früher bin ich in den Laden gegangen, habe mir ein leeres Fotoalbum besorgt und mich anschließend an einem ruhigen Wochenende zu Hause eingeschlossen und mit Hingabe Bilder eingeklebt. Da waren sie wieder, all die schönen Erinnerungen. Zu meinem 40. Geburtstag habe ich ein Fotoalbum über mein Leben von meiner Mutter bekommen. Es hat mir schier die Sprache verschlagen. Echte Fotos, zum Anfassen, die sie heraus gekramt und über diverse Ecken wieder beschafft hatte.

Wir hören doch auch wieder Schallplatten, warum kleben wir nicht auch wieder Fotos ein? Oder nutzen von mir aus auch die neuste Technik, mit der wir richtig schöne, professionelle Bildbände gestalten könnten?

Vielleicht bin das auch nur ich, vielleicht machen alle anderen Menschen etwas mit ihren Millionen Bildern. Zugegeben, so besonders hatte ich es nie damit, Dinge selbst anzufertigen. Die Sache mit den Fotos ist eben auch zeitintensiv. Und man müsste entscheiden, welche Bilder eigentlich rein sollen in das Buch oder den Kalender. Man müsste die Millionen Bilder auf dem Rechner und den diversen CDs, die im Schrank vermodern, erst einmal sichten. Und ich weiß: dafür würde ich ewig brauchen. Überall Erinnerungen, Erlebnisse, die plötzlich wieder ganz präsent werden, Emotionen, die aufkommen. Schön eigentlich.

Ich bin nicht sicher, ob ich den Vorsatz für 2016 wirklich einhalten werde. Ich brauchte dazu vermutlich mindestens einen Monat Auszeit, um während dessen Fotoalben, Bücher und Kalender anzulegen. Ist das realistisch? Eher nicht. Auf jeden Fall gilt für die Zukunft: ab sofort weniger und dafür gute Fotos schießen. Und die dürfen dann auch Platz finden in einem Fotobuch oder einem Kalender für Freunde, die sich darüber freuen.

Meine liebe Freundin, die sich jedes Jahr wieder die Zeit nimmt, mir einen selbst gebastelten Fotokalender zu schenken, ist mein Vorbild für mein Vorhaben. Ich weiche vermutlich auf die einfache Variante mit viaprinto & Co. aus. Aber ich finde, die Absicht und vor allem das Resultat zählt. So.

Was machst Du mit Deinen Millionen Fotos? Ich freu mich über Deinen Kommentar!

 

4 Gedanken zu „Es gibt Millionen Bilder… wozu eigentlich?“

  1. Mit den ganzen Fotos auf der Festplatte stichst du bei mir quasi in ein Wespennest… ich habe nämlich auch viele. Ziemlich viele. Eigentlich müsste ich die echt mal alle aussortieren. Momentan schiebe ich das Problem aber eher vor mir her: Ich habe mir gerade eine 1TB Festplatte zugelegt und da fühlen sich die Fotos sehr wohl drauf… 😉

    Herzlich,
    Anna

  2. Hallo Katharina,
    ich bin quasi süchtig nach Fotos, wir haben tausende Bilder von unseren Reisen. Da ich auch gerne Bilder zeige und mir immer wieder angucke, mache ich Fotobücher davon. Ich sortiere dann immer vor, welche Bilder ich im Fotobuch haben möchte. Je nach Urlaub sind das dann aber auch so 1.000 Stück, da brauche ich dann ca. 4 Fotobücher 😉 Das ist auf jeden Fall zwar zeitintensiv, aber man hat dann wirklich was zum Anfassen und um in Erinnerungen zu schwelgen. Kann ich nur empfehlen 🙂
    Liebe Grüße!

    1. Liebe Laura, ihr habt ja auch einen schönen Blog und wie ich sehe, machst Du auch Yoga? Zumindest stehst Du im Baum auf dem Berg? 😉 Übrigens habe ich witzigerweise auch Tourismusmanagement studiert… 😉 Ich versuche echt, mich zu disziplinieren und unterwegs nicht mehr so unendlich viele Bilder zu schießen. Aber ja, das ist schwer. Je schöner die Umgebung, desto schwerer wird es. Fotoalben find ich nach wie vor super, auch wenn sie retro sind. So what? Eben: was zum Anfassen und Blättern. 🙂 Bis bald, Lieblingsgrüße sendet Dir Katharina

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